Am 19. und 20.1.2018 waren die Orte Orsbeck und Luchtenberg wieder einmal Hochburgen der Frauen. Im Hotel "Zur Post" bei Thönnissen "Hein" boten die Frauen jeweils über 4 Stunden karnevalistisches Treiben in Reden, Tänzen, Sketchen und Spielen.

Lore Dudda begrüßte alle, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Sie dankte vorab Frau Leutner für die Überlassung eines Probenraumes im Kindergarten und Herrn Hermes für die Berichterstattung der Veranstaltung auf der Orsbecker Homepage. Beide erhielten den diesjährigen Orden des Frauenkarnevals.

Die Erlöse der beiden Veranstaltungen spenden die Frauen in diesem Jahr an die Trauervereinigung für Kinder und Jugendliche im Kreis Heinsberg, "Schatzsucher". Die Leiterin, Frau Hoeren, war ebenfalls anwesend.

Anja Linden und Ruth Wientgen machten in diesem Jahr den Eisbrecher. Nach einem reichhaltigen Einkauf steht erst einmal der Besuch eines Cafés auf dem Programm. Man gönnt sich ja sonst nichts und bei einem Stück Kuchen, natürlich mit Sahne, und einem Kaffee kann man über sich und die Welt, über unnötige Pfunde und allerlei Diäten, vor allem über die Männer philosophieren. Dumm nur, wenn sich eine zweite Dame dazugesellt, die immer nur alles missversteht. Doch zum Schluss sind sie sich bei dem Lied "In jeder Frau steckt ein Stück Hefe" wieder einig.

Georgia Vaina geleitete als Hoppeditz alle Auftretenden in ihrer fröhlichen Art mit viel Schwung auf die Bühne und nach dem Auftritt wieder hinunter.

Hedwig Jansen dankte den beiden für ihren Beitrag und kündigte den nächsten Auftritt an: Mit einem Medley bekannter Karnevalshits brachten Silvia Kofferath, Iris Jansen und Lore Dudda erst einmal "Stimmung in die Bude"!

Katrin Bunk beeindruckte im Folgenden als Schlagerexpertin. Sie "anal...", hinterfragte bekannte deutsche Schlager von Heino bis Drafi Deutscher auf den Textinhalt. "Wenn am Sonntag um viere die Sonne aufgeht..." Ja, welches Madel steht deswegen schon um 3 Uhr in der Nacht auf, macht sich schick, um dann von Hütte zu Hütte zu laufen und jeder weiß doch, was in der 3. Hütte passiert, oder? Gleiches gilt für "Weine nicht, wenn der Regen fällt! - Damm, damm!" Warum sollte man jedes Mal weinen, wenn es regnet?
Das Publikum kannte die angespielten Schlager nur zu gut und grölte entsprechend mit, aber Katrin ließ sich nicht aus ihrem Konzept bringen.

Im Folgenden präsentierten Susan Vaina (Gesang) und Ruth Wientgen (Gitarre) das Lied "Fleischeslust", also "Fleisch-ess-Lust"! In gleichmäßig-langsamen, geduldigen Gitarrenakkorden begleitete Ruth Susans nicht immer den Ton treffenden Gesang, der sich damit auseinanadersetzte, dass es so etwas wie eine Lust gibt, Fleisch zu essen.



Es folgte der Auftritt des Blasorchester-Quartetts. Sie berichteten von ihrem Auftritt am Heiligen Abend im "Orsbecker" Dom. Was da alles passieren kann, bei der Kälte! Nachdem sie ihre Geschichten dann lang und breit erzählt haben, immer wieder zum Blasen der Instrumente ansetzen, gelang es dann doch noch zum Schluss, den Geräten ein paar schräge Töne zu entlocken. Gespielt, oder besser gesagt malträtiert, wurden die Instrumente von Iris Jansen, Ruth Wientgen, Marion Hetterle und Anja Linden.

Wie jedes Jahr berichteten auch dieses Mal Lore Dudda und Iris Jansen (das "Orsbeck-Luchtenberger Special") über das Luchtenberger Dorfleben, besonders aber von den eigenen und den Problemen mit ihren Männern.

Und nun das Wetter...

Pia Kofferath moderierte als Wetterfee die Vorhersage in den Dialekten der einzelnen Bundesländer. Das kam so gut an, dass Lore um eine besonders Zugabe des bayrischen Wetters bat.

Auch die Bauarbeiter waren wieder mit dabei und boten dieses Mal wieder einen rythmischen Vortrag. Mit Händen und Füßen zeigten Ruth Wientgen, Susan Vaina, Pia Kofferath, Anja Linden, Iris Jansen, Marion Hetterle und Silvia Kofferath viel rhythmisches Einfühlungsvermögen, zumal die Geschwindigkeit jeweils enorm gesteigert wurde. Das alles funktionierte aber auch nur mit einem ordentlichen Schluck Bier aus der Pulle. Und da kann beim Öffnen der Bierflasche der köstliche Saft "auch schon einmal überschäumen". - Plopp!!! Davon kann Pia Kofferath nun "ein eigenes Liedchen singen"!

Nach einer ca. 15-minütigen Pause betrat die Rollator-Gang aus Orsbeck-Luchtenberg die Bühne. Dass der Rollator durchaus ein Gerät ist, das alte, behinderte Damen wieder "flott" machen kann, zeigt der Rock 'n Roll, den die "Alten" aufs Parkett legten. Vorgeführt wurde das Ganze von Hedwig Jansen, Elke Jurasch, Susan Vaina, Verena Olschweski und Manuela Heinen.



Wie aus dem Dorfleben gerissen war auch die folgende "Mutter und Kind"-Geschichte, gespielt von Iris Jansen und Katrin Bunk. Mutter bügelt, während das Kind mit der Eisenbahn spielt. Die Bahn fährt von Bahnhof zu Bahnhof. An jedem Bahnhof macht das Kind die folgende Durchsage: "Erst die kleinen Fottlöcher aussteigen, dann die großen Fottlöcher!" Nach der zweiten Wiederholung schimpft Mutter. Doch dem Kind rutscht "das böse Wort" wieder heraus. Zur Strafe muss es in die Stille-Ecke. Schon fast vergessen holt Mutter es nach einer Stunde ab. Es darf weiter spielen, weil es verspricht, das "böse Wort" nicht mehr zu verwenden. Zum Schluss muss es aber die einstündige Verspätung entschuldigen und meint: "Da kann ich nichts für, da ist ein anderes Fottloch dran schuld!"

Auch die folgende Episode versetzt uns in das schöne Leben eines Dorfkindes in der Umgebung von Hühnern und Schweinen. Anja Linden singt uns das Lied eines Dorfkindes.

Ein Kinobesuch ist auch heute wieder ein besonderes Erlebnis, vor allem, wenn so unterschiedliche Typen in einer Reihe sitzen. Leider findet das verliebte Pärchen (Elke Jurasch und Susan Vaina) keine Plätze mehr nebeneinander. Während alle anderen (Lore Dudda und Iris Jansen als Ehepaar, Pia Kofferath als junger Schnösel, Silvia Kofferath als Punk und Anja Linden als junges, für jedes Abenteuer offene Girl) gespannt dem Film lauschen, möchte das Pärchen, weit voneinander getrennt, zwischendurch immer wieder Kontakt zueinander aufnehmen. Mimik und Gestik aller Darsteller drücken hervorragend aus, was geschieht. Da braucht es keine Worte. Wie das gelingt oder auch nicht gelingt, zeigt die folgende Bildfolge:

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Katrin Bunk ist wahrhaftig ein Supertalent. Das hat sie wieder einmal in ihren Rollen bewiesen. Aber sie kann sich noch steigern. In der folgenden Opernarie verkörpert sie gleichzeitig einen Tenor und eine Sopranistin.

Besonders effektvoll ist immer wieder auch das Schwarzlicht-Theater. Lore Dudda, Susan Vaina, Elke Jurasch, Manuela Heinen, Verena Olschewski und Hedwig Jansen führen einen Tanz zu Kölschen Liedern auf. Haben Sie schon einmal Skelette tanzen sehen?

Den Abschluss dieses tollen Abends bildete wieder einmal ein fulminantes Finale mit bekannten deutschen und internationalen Schlagern unter dem aktuellen Motto "Ehe für alle". Zu hören und zu sehen waren:

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Erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch, dass am Samstag, den 20.1.2018, auch eine Abordnung des UKV mit dem aktuellen "Vier-Gestirn" auftrat. Dabei zeigten die beiden Tanzmariechen Hannah und Charlotte dem Publikum ihr Können.

Anja Linden bedankte sich bei allen für diesen tollen Abend, bei ihren Mitspielerinnen, beim Publikum, auch noch einmal bei der Musik und Tontechnik, für die Herr Holger Brunn zuständig war.
Die RP schrieb:
"Wie immer mit selbst hergestellten Kostümen undf Requisiten war es den Orsbecker Närrinnen gelungen, ein buntes Programm auf die Beine zu stellen, das eine besondere Mischung aus Sketchen, Tänzen und anderen stimmungsvollen Darbietungen beinhaltete."

So nahm ein toller Abend bei mitreißender Karnevals- und Schlager-Musik sein Ende. Das ein oder andere wurde anschließend noch beredet und wiederholt. Alle, die dabei waren, freuen sich schon auf das kommende Jahr.