Am 8.2. und am 9.2.2019 zeigten die Orsbecker und Luchtenberger Frauen wieder einmal, was sie karnevalistisch zu bieten hatten. In einer fast 5-stündigen Show unter dem Motto "Viel Freud für kleine Leut" veranstaltete der Frauenkarneval ihr Sitzungswochenende. Durch das Programm führte das Funkel Marieche Anja Linden.
Seit 50 Jahren feiert die Katholische Frauengemeinschaft Orsbeck-Luchtenberg in der Gaststätte "Zur Post". Pünktlich um 19.11 Uhr startete der große Einmarsch mit allem Aktiven. Zusammen mit dem munteren Publikum stimmten sie mit einerm Lied in den Abend ein.

Schönheitsklinik

Wenn Iris Jansen und Lore Dudda zusammen in eine Schönheitsklinik fahren, dann haben sie viel zu erzählen, über ihre Männer, über Orsbeck und Luchtenberg, eben über alles, was an Tratsch verbreitet werden kann. Lore beichtet ihrem Mann, dass der Vergaser am Auto voll Wasser ist. Ihr Mann staunt und fragt sich, seit wann seine Frau sich denn so genau mit Technik auskennt. - "Ja, da gehst mal gucken, der steht bei Hein im Teich!"
Oder: "Denken, wie ein Mann!", schlägt Lore vor. "Hä!", antwortet Iris. "Genau!" Und so jagt ein Kalauer den nächsten und "das Eis ist gebrochen". Das Publikum ist begeistert und geht von Anfang an super mit. Ach, übrigens lässt man dann in der Schönheitsklinik die "notwendigen Operationen" doch lieber von einem Änderungsschneider durchführen.

Der Teufelsgeiger

Die Frauen haben keine Kosten und Mühen gescheut. Sie haben den Teufelsgeiger David Garrett einfliegen lassen, hier in Aktion und in Nebel eingehüllt, eindrucksvoll in Szene gesetzt von Hedwig Jansen.

Die Bauarbeiter

Schon bekannt im Frauenkarneval sind die Bauarbeiter, die - statt zu arbeiten - auf ihren Baumaterialien erst einmal ein paar Liedchen spielen. Das Publikum erkannte sofort nach den ersten "Schlägen" die Songs und stimmte mit ein: So gaben die Arbeiter folgende Lieder zum Besten:

Zwischendurch stärkte man sich, wie es sich gehört, mit "en Fläsch Beer und en Botteramm".

Paul Mank, der neue Leiter der Kita Orsbeck

Anja Linden, et Funkel Mariechen, bat den neuen Leiter der Kita Regenbogen in Orsbeck auf die Bühne und dankte ihm ganz herzlich für die Überlassung der Räume zum Proben für diese Aufführung. Er erhielt den Orden der Frauengemeinschaft.

Et Laverfinchen

Et Laverfinchen, auch bekannt als die fesche Lola, hatte wieder einen Sack voll Stökskes mitgebracht. Zunächst trat sie wirklich fesch auf, frisch gestylt mit neuem Kleid und Hut. Der Hut verschwand dann aber schnell, denn der passt in jeden "Büggel". Ja, und dann zog sie über ihren Mann her. "Nichts, dass ihr meint, ich will über meinen Mann klagen!" Aber sie selbst hatte ein Fiepsen im Ohr und ihr Mann ein Rauschen. Also gingen sie zum Arzt. Der Arzt nahm einen Wurm steckte ihn ins linke Ohr und nach 3 Minuten kam er am rechten Ohr wieder heraus. Das Fiepsen war weg! Die gleiche Prozedur wurde beim Mann durchgeführt. Der Wurm kam ins linke Ohr, nach 3 Minuten nichts, nach 10 Minuten nichts! "Kann es sein, dass ihr Mann einen Vogel hat?", fragte der Arzt. Und so weiter...
Et Laverfinchen wurde mit viel Applaus belohnt. "

Körperformen

Susan Vaina brachte einen anspruchsvollen Song live, der vom Publikum genaues Zuhören forderte. Es ging um das "gute Bauchgefühl", um das, was man darf und das, was man lieber lassen soll... Körperformen eben! Leider funktionierte hier das Mikro nicht einwandfrei. Trotzdem oder gerade deshalb bekam sie für diesen originellen Vortrag tosenden Applaus.

Fliegende Enten

Da hat auch noch nie jemand drüber nachgedacht: Was macht eigentlich eine Ente, die Angst vorm Fliegen hat?

Gut, wenn dann eine Ente mitfliegt, bei der man seine ganzen Sorgen abladen kann! Schlimm ist es dann allerdings, wenn diese sich von der Angst anstecken lässt und ebenfalls "vor Angst kotzen muss"!

Marion Hetterleund Ruth Wientgen lagen zwar ganz gemütlich auf dem Bauch und ahmten die Flugbewegungen der Enten nach, aber trotzdem litten sie unter Absturzängsten. Es gab dröhnenden Applaus. Das war dem Publikum eine Rakete wert.

Therapiestunde Wochentage

Regelmäßig einmal pro Woche treffen sich die Wochentage zur Therapie. Die Leitung hat der Mittwoch, Pia Kofferath. Sie kennt ja schon den Dienstag und den Donnerstag. Die anderen müssen sich halt vorstellen: "Ich bin der Sonntag!" - "Hallo, Sonntag!" Und dann können sie ihr Leid über Selbstmordgedanken und Alkoholprobleme klagen, wie das halt in so einer Therapiestunde zugeht: Jeder hat für jeden Verständnis, aber keiner will nachgeben. Und so ist der Montag am Ende ganz traurig, aber keiner merkt es.

Pause zum Schunkeln, Rauchen und Pinkeln...

Mamma Mia





Nach der Pause ging es dann rasant weiter. Die Frauen tanzten den bekannten Song von ABBA.

Pia Kofferath entpuppte sich im anschließenden Quiz als ausgezeichnete Quizmasterin, die gleich in die Rollen von 3 weiteren Quizkandidaten schlüpfen musste: Dieter, der Sachse, Luigi, der Italiener, und Oleg, der Russe. Pia konnte ihre überragende Verwandlungskunst entfalten und zudem noch äußerst schwierige Rechenoperationen lösen, deren zweimalige Proben die Richtigkeit bestätigten. (siehe Tafel!)

Les Humphries

Schließlich wurden auch noch einmal die Les Humphrie Singers reanimiert. Sie sangen den wohl bekanntesten Song: Mamma Lou! Leider war hier kurzfristig wegen Erkrankung Liane Dicken ausgefallen, doch Hedwig Jansen, Lore Dudda und Iris Jansen präsentierten den Song so gekonnt, dass das Fehlen nicht auffiel: Profis eben!

Besuch im Sport- und Wellnesshotel

Ein Besuch im Sport- und Wellnesshotel bringt nur dann etwas, wenn man bereit ist, sich auch zu bewegen. Dazu haben unsere beiden Damen, Anja Linden und Ruth Wientgen, aber gar keine Lust. Beim ersten Besuch im "Wirlpudel" holt Anja sich direkt ein paar blaue Flecken. Dagegen helfen Blutegel. Nachdem sie die ersten 3 mit Würgen hinuntergeschluckt hat, zieht sie es vor, die anderen erst einmal durch die Pfanne zu schwenken.
Schließlich ist Anja doch bereit, eine Übung, den Hund auf 4 Pfoten, nachzustellen, ein Gymnastikvorschlag aus der "Bravo". Interessant ist an dieser Zeitung für Ruth allerdings nur die Seite mit dem gestählten Männerkörper.

Schwarzlichttanz

Immer wieder beeindruckend und auch immer wieder variiert setzen die Frauen das Schwarzlichttheater ein. Heute ließen sie die "Flamingos tanzen".
(Da bei dieser Vorführung kein Blitzgerät eingesetzt werden kann, sind die Bilder verschwommen, bieten aber trotzdem einen interessanten Einblick in die Aufführung.)

Als letzter Programmpunkt des Abends trat noch einmal Katrin Bunk als Clown auf. Sie begann mit einem Kunststück, dem Balanceakt über ein Seil.
"Es ist nicht leicht, ein Clown zu sein!" Diesen Song präsentierte sie im Anschluss sehr einfühlsam und gekonnt, ein wahrer Genuss!

Finale: Gaststätte "Zur Post"

Da die Frauen schon seit so vielen Jahren ihren Karneval in der Gaststätte "Zur Post" bei Christel und Hein Thönnissen feiern, ließen sie zu Ehren der Wirtsleute im Finale Gäste und Festivitäten bei Hein auftreten.
Zu sehen waren:

Christel von der Post "Ich bin die Christel von der Post" Silvia Kofferath
Schützenbruderschaft "Schötzefess" Pia Kofferath und Anja Linden
Taufe "Jedäuf mit 4711" Ruth Wientgen
Beerdigung "Schnaps, das war sein letztes Wort" Hedwig Jansen
Hochzeit "Birkesdorfer Hochzeitstanz" Yvonne Staschewski und Judith Steinbusch
runder Geburtstag "Ein graues Haar" Susan Vaina und Marion Hetterle
Jägergruppe "Es war einmal ein Jäger", von Sepp, der Partyrocker Iris Jansen und Georgia Vaina
Stammtisch "Ober, zack, ein Helles" Verena Thiel und Lore Dudda
Weintisch "Wenn das Wasser im Rhein goldner Wein wär" Elke Jurasch
Koch "Es ist noch Suppe da" Katrin Bunk
Wirt "Der schönste Platz ist immer an der Theke" Ellen Gerighausen
Am Ende "Alle Jläser huh" alle zusammen

Musik und Technik

Abschließend geht noch ein Dank an Holger, der für die Technik und Musik zuständig war. Mit seinen Schunkelliedern und seinen aktuellen Songs trug er sicher entscheidend zur guten Stimmung im Saal Hein bei.

Den Erlös der beiden Abende spenden die Frauen in diesem Jahr der Kindertagesstätte Regenbogen in Orsbeck für die Gestaltung des Außengeländes.